Warum ich das mache
Wenn nichts mehr richtig belebt.
Vielleicht kennen Sie das – bei sich selbst, oder bei Ihrer Mutter, Ihrem Vater:
Der Fernseher läuft, aber er füllt den Tag nicht. Die Rätselhefte sind durchgelöst.
Besuch kommt – aber geredet wird über Tabletten, Termine, Einkauf. Alles ist versorgt,
und trotzdem fehlt etwas. Und irgendwann schleicht sich dieser leise Gedanke ein:
„Das ist jetzt eben so."
Ich glaube das nicht. Ich habe zu oft das Gegenteil erlebt.
Ich habe gesehen, wie jemand mit seiner Lieblingsmusik auf den Ohren durch Erfurt geht
und plötzlich wieder im Takt ist – fast ein bisschen tanzt. Ich habe Augen leuchten sehen,
als zum ersten Mal seit Jahren jemand fragte: „Und wie war das damals wirklich?" –
und dann eine Stunde lang ehrlich wissen wollte, wie es weiterging. Ich habe Menschen über
die Welt streiten sehen, über Politik, über Gott – und hinterher saßen sie aufrechter da.
Und ich habe Schachpartien gegen Leute verloren, die fest glaubten, ihr Kopf sei
„nicht mehr der alte".
Ich verspreche keine Wunder. Aber ich verspreche Ihnen das: Ich komme
nicht, um Sie zu beschäftigen. Ich komme, weil ich überzeugt bin, dass in Ihnen mehr
steckt, als Ihr Alltag gerade zulässt – mehr Geschichten, mehr Meinung, mehr Humor, mehr
Kraft. Und meine Erfahrung ist: Wenn wir uns regelmäßig sehen, kommt davon vieles zurück.
Nicht nur für die Stunde. Für die Tage dazwischen.
Ein frischeres Leben ist keine Frage des Alters. Es ist eine Frage, ob jemand da ist,
der es mit Ihnen anstößt.